Gelesen, Gehört, Gesehen

Monat: Mai 2017

Renovatio – höchste Zeit für Martin Luther

Schorn-Schütte sieht Luther nicht am Anfang der Moderne, die Epochenzäsur sei von den Nachgeborenen gemacht.  Luther verliere deshalb aber nicht an Bedeutung, was sich auflöst, so Schorn-Schütte abschließend, sind aber die Deutungsmuster für das Vergangene.

Da war 2017 schon mehr als das halbe Jahr vorbei – und ich hatte immer noch kein Buch gelesen, das sich konkret mit dem Thema Reformation auseinandersetzt.  Dabei sind  Menschen in meinem Umfeld schon genervt, da in den Zeitungen und anderen Medien so viel „geluthert“ wird und wir – wenn wir es denn nicht schon wussten – jetzt wissen, dass Martin L. nicht nur toll war.

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Gute Seele, schöpfe Trost aus seinen Leiden

.Für mich ist das Buch auch ein Bild für den Sinn der Literatur und von Büchern schlechthin.

Manche Bücher sind Lebensbücher: immer wieder hervorgeholt, immer wieder gelesen. Für mich ist das bei Goethes Die Leiden des jungen Werther so. Wahrscheinlich ist es die Form des Briefromans, die Lesenden eine fast beängstigende Nähe zur unglücklichen Hauptfigur vermitteln. Und das funktioniert damals wie heute, auch wenn der literarische Brief im Erscheinungsjahr 1774 schon üblich war.

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