Gelesen, Gehört, Gesehen

Kategorie: Gesehen

Werner Herzogs Erinnerungen – ein Buch wie hundert Filme

Sein Drehbuch ist das Leben, das Leben,  wie es ihm geschieht. Und das dann ein schlüssiges Typbild ergibt.

Viele Geschichten kenne ich, weil mich Werner Herzog grundsätzlich interessiert. Fitzcarraldo fand ich sehr beeindruckend: Ein Schiff wird im Dschungel von Fluss zu Fluss über den Berg getragen. Getragen wird der Film natürlich von Klaus Kinski, der in fünf Herzog-Kinski-Produktionen vielleicht seine größte Leistung abliefert, was möglicherweise mit den Strapazen aus seiner (und immer wieder seiner) Sicht zusammenhing, die er selbst erleiden musste, viel mehr aber noch diejenigen, die mit ihm zusammengearbeitet haben oder das mussten, Herzog selbst ist immer wieder Ziel. Und eben in Fitzcarraldo Produktionschef Walter Saxer, der für den „Schweinefraß“ verantwortlich war. Am Ende boten die Indianer, mit denen Herzog drehte, die Ermordung des Tyrannen an.

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Die Welt steht bekanntlich nicht mehr lang

So zauberhaft das Stück daherkommt, so ganz ohne Zauber ist die Wirklichkeit. Mit dem Witz einer Komödie wird das alles erträglicher.

Gerade habe ich wieder ein wunderbares Beispiel dafür entdeckt, wie gut Johann Nestroy in unsere Zeit passt: Das Landestheater Linz hatte Der böse Geist Lumpazivagabundus aufgeführt, irgendeiner hatte es irgendwo ins Netz gestellt – und ich habe Tränen gelacht. Eine schöne Aufführung mit trashig-kitschigen Geistdarstellungen, ein wenig moderner Polizei, schrägem Gesang. Also: Das alles ist Anlass genug, sich die wunderbare Zauberposse mit Gesang in drei Akten nochmal als Reclam-Ausgabe zu Gemüte zu führen. Es lohnt sich.

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Die zwei Klassen der Zukunft

„Ich glaube“, lässt Wells den Zeitreisenden erzählen, „ich habe schon erwähnt, um wieviel heißer das Klima dieses Goldenen Zeitalters war als unseres. Ich weiß nicht warum.“

Auf der Suche nach trashiger Unterhaltung landete ich wieder einmal in der Vergangenheit. Oder in der gedachten Zukunft. Denn diese Zukunft liegt mittlerweile auch schon hinter uns, was in der Verfilmung Die Zeitmaschine von H.G. Wells ziemlich deutlich wird. Auf jeden Fall musste ich nach dem Film von George Pal aus dem Jahr 1960 noch einmal das Buch lesen.

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