Gelesen, Gehört, Gesehen

Schlagwort: Erster Weltkrieg

Abseits in der Welt der Abseitigen

Was Helfer weiß, weiß sie vor allem durch ihre Tante Käthe.

Maria und Josef Moosbrugger sind ein schönes Paar. Doch Schönheit ist äußerlich, sie kann die Wirklichkeit überblenden. Und manchen erscheint sie fremdartig, vielleicht macht sie ihnen auch Angst. Die Moosbruggers leben mit ihren vier Kindern am Rand eines österreichischen Bergdorfs und damit abseits in der Welt der Abseitigen. Monika Helfer erzählt die eigene Geschichte in ihrem Roman Die Bagage.

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November 1918: Döblin war doch kein Leseprojekt

„Sie spielten um den stumpfen, schweren Block, der Ebert hieß, und stießen gegen die Helmspitze des Großen Generalstabs.“

Von Leseprojekten spreche ich meist im Zusammenhang mit einem einzigen Buch. Thomas Manns Zauberberg war für mich ein Leseprojekt. Ich habe das eine oder andere Kapitel gelesen, das Buch beiseitegelegt und mich anderen Texten gewidmet. Nicht, weil ich die Geschichte von Hans Castorp langweilig fand, sondern weil ich mich festgebissen hatte, manchmal auch zu sehr, weil ich Abstand brauchte. Genau so ging es mir auch mit Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin, der mich mehrere Jahre beschäftigt hat.  Und ich bin fest davon ausgegangen, dass auch (um bei Döblin zu bleiben)   November 1918 ein solches Kaliber wird.  Da hatte ich mich aber getäuscht.

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Das gelogene Leben der Mata Hari

Ich hatte Die Spionin schon an einen lieben Freund verschenkt, weil ich von der Geschichte überzeugt war. Das muss Coelho können, jener Autor, vor dem ich mehr als einmal gewarnt wurde: zu esotherisch, zu viel Bla Bla.

Zweifelsohne ein gutes, ein sehr gutes Buch. Paulo Coelhos Beschreibung des Lebens der Mata Hari  in Die Spionin macht den Mythos hundert Jahre später zwar nicht kaputt, erhellt aber die mögliche Innenwelt dieser beeindruckenden Persönlichkeit.

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