Aus Günther wurde Guy, weil eine Klassenkameradin den alten Namen als Zungenbrecher abtat.

Er dürfte einer der letzten Ritchie Boys sein, einer jener jungen jüdischen Männer aus Deutschland, die im Camp Ritchie in Maryland ausgebildet wurden, um Kriegsgefangene zu verhören: Guy Stern, geboren am 14. Januar 1922 als Günther Stern in Hildesheim, aufgewachsen dort und in Vlotho, dann – weil die Nazis immer bedrohlicher wurden – emigriert in die USA. Seine Familie sah er nie wieder, alle wurden ermordet.

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