Leben mit Literatur

Schlagwort: Maja Lunde

Das Kleine im Großen – bis zuletzt

Lunde zeigt, wie falsch der Gedanke ist, als Individuum nichts machen zu können.

Ich fand Die Geschichte der Bienen sehr gut und dann auch Die Geschichte des Wassers, wobei mit hier als Titel „Blau“ noch besser gefallen hätte, und dachte schon mit leichter Befürchtung: nun ist es auserzählt. Ich las per Zufall (ich weiß nicht mehr wo) eine Rezension zum dritten Teil des Klimaquartetts und erfuhr von einer Pferdegeschichte. Da ich Pferde zwar interessant und schön finde, mehr aber auch nicht, wollte ich die Lektüre hintenanstellen. Dann aber fand ich über den Hörverlag die Besetzungsliste des Hörbuchs – und lies mir die Lunde vorlesen. Zum Glück.

Weiterlesen

Nur noch Staub und Wüste

Ich hätte es allerdings noch etwas schöner gefunden, wenn die Übersetzung des Titels weniger marktgerecht eins zu eins „Blau“ gewesen wäre. Trotzdem: ein klasse Buch.

Ich hätte noch ewig weiterhören können. Aber dann – plötzlich nach acht Stunden und zehn Minuten – war Die Geschichte des Wassers vorbei. Den Text von Maja Lunde haben Christiane Blumhoff und Shenja Lacher abwechselnd gelesen. Sehr atmosphärisch, sehr nahegehend, was sowohl am Buch als auch an den Vorlesern liegt.

Weiterlesen

Ein Leben ohne Bienen ist nicht möglich

Das Buch habe ich natürlich als Plädoyer für den Erhalt der Natur gelesen, darüber hinaus als faszinierende Beschreibung menschlicher Schicksale, die genau damit verknüpft sind.

Es gibt dieses eine Zitat, das mich die ganze Lektüre von Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde hindurch begleitet hat. Dabei ist gar nicht klar, ob es von Albert Einstein stammt – was in der Konsequenz des Gesagten auch kaum eine Rolle spielt, höchstens die Auffassung verstärken kann, dass der Urheber, der ja das ganze Universum erklärt, einfach recht haben muss: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“

Weiterlesen

© 2023 Leseschwäche

Theme von Anders NorénHoch ↑