Zweig ist kein Richter. Das Richten überlässt er dem Publikum.

Stefan Zweig kann in besinnlichen Stunden durchaus gruseln, zumal ich in der Biographie-Literatur keine Exekutionsszene kenne, die so authentisch beschrieben wird wie in Maria Stuart. Sein Text über die schottische Königin gehört im deutschsprachigen Raum noch immer zu den maßgeblichen Werken des Genres und liest sich teilweise wie ein Roman, der auf die auch von der Delinquentin inszenierte Tötung hinausläuft.

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