Gelesen, Gehört, Gesehen

Schlagwort: T.C. Boyle

Die letzten Fragen der Menschheit

Und dann „begann die Droge zu wirken und rollte und rollte durch ihn hindurch wie sich übereinandertürmende Wellen an einem endlosen Strand.

Literatur schenkt Erfahrungen. Sie sorgt im besten Fall für einen Rausch. Dann sogar ohne die ungesunden Konsequenzen, die eine substanzielle Einnahme im wirklichen Leben mit sich bringt. Tragisch dabei ist es, dass ausgerechnet diejenigen, die uns diesen fiktiven Rausch ermöglichen, unter der künstlich heraufbeschworenen Bewusstseinserweiterung gelitten haben oder leiden wollten. Edgar Allan Poe und sein Laudanum – in Wein gelöstes Opium – ist ein Beispiel von vielen. Näher liegt manchen vielleicht noch Georg Trakl, der als Apotheker leichten Zugang zu Morphinen hatte. Auch T.C. Boyle kennt sich mit synthetischen Drogen aus, weshalb ein Roman wie Das Licht so unglaublich in die Tiefe geht.

Weiterlesen

Warum der Mensch an sich selbst scheitert

Auch im Mikrounivesum wird geliebt – und es brechen Kriege aus.

Wenn du glaubst, es geht nicht mehr schlimmer, kommt irgendeine neue Reality-Sow. Die Terranauten von T.C. Boyle greift dieses mittlerweile leidige Thema auf. Du kannst Menschen isolieren und das als Show verkaufen: Big Brother hat das auf erbärmliche Weise versucht und versucht das wohl noch immer, beim Dschungelcamp stellen sich durchaus gebildete Menschen die Frage, wer denn wohl als nächstes drin ist. Jetzt stelle man sich vor, die Show bekommt einen scheinbar wissenschaftlichen Hintergrund, nicht psychologisierend, was man machen könnte, dafür aber als Art naturwissenschaftliches Exempel.

Weiterlesen

© 2022 reporter 4u

Theme von Anders NorénHoch ↑